Natürlich passiert so etwas immer im Winter, bei Minusgraden und starkem Schneefall. Nicht, dass das Wetter Einfluß auf die Reparatur
nehmen könnte, aber es trübt den Blick für das Wesentliche. Am Ende einer langen Frostnacht startet der Motor nur unwillig und nimmt mit gleichbleidender Unlust seine Arbeit auf. Bei Erreichen der Betriebstemperatur
läuft er dann manchmal normal, meistens aber doch rauh und unrund. Also heißt es Ursachenforschung betreiben. Da kommen einem dann schon mal die tollsten Ideen. Kaltstartventil, Luftmengenmesser, eine klemmende
Drosselklappe, ein verschmutzter Benzinfilter, obwohl, der
hat ja mit dem Wetter nichts zu tun. Benzindruck? Hmm, weit gefehlt. Eine Verteilerkappe, die bereits bessere Tage gesehen hatte, war die tatsächliche Ursache. Den Austausch in wenigen Minuten erledigt, und siehe da, es fluppt wieder. Ein paar Tage später ein ähnliches Phänomen, nicht so ausgeprägt, aber deutlich spürbar. Diesmal habe ich das Pferd dann vom richtigen Ende aufgezäumt und mich der Zündkabel angenommen. Die Korrosion in den Steckern war nicht zu übersehen, außerdem war die Isolierung der beiden Kabel vom 3. und 4. Zylinder recht porös und brüchig geworden. Also schnell noch einen Satz neuer Zündkabel eingebaut, und jetzt sind die Probleme mit dem unrunden Motorlauf endgültig
ad acta gelegt. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte ich die anderen weiter oben erwähnten Komponenten wahrscheinlich nicht überpüft. Aber so bin ich mir sicher, dass diese Aggregate einwandfrei arbeiten.
Hier noch einige Fotos: |
Das Innenleben der Verteilerkappe - die Kontakte sind deutlich eingelaufen. |
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Das alte Zündkabel, Korrosion an der Schraubverbindung zum Kerzenstecker und zum Verteilersteckerverhindert den
Stromfluß |